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Belo Monte in Paris
Hilft Chirac den brasilianischen Kayapo?
Stichwörter: Waldzerstörung Großprojekte Entwicklung Kritik

Der Konflikt um den Bau des weltweit drittgrößten Wasserkraftwerks schwappt nach Europa: Häuptling Raoni vom Volk der Kayapó traf am gestrigen Donnerstag in Paris den ehemaligen französischen Präsidenten Jacques Chirac um ihn um Unterstützung im Kampf gegen das Wasserkraftwerk Belo Monte am Xingu-Fluss zu bitten.

Raoni knüpft an alte Zeiten an. 2001 sagte ihm Chirac, damals noch französischer Präsident, seine Unterstützung im Kampf für die Erhaltung des Regenwald zu

Please be assured of my support in the implementation of this exemplary project, exemplary for the future of your people, the protection of the Amazon Rainforest and the preservation of the different ecosystems as well as in the fight against climactic change.

I will be very pleased to see you again during your visit ...

Jetzt soll Schluß sein mit der Erhaltung des Ökosystems. Brasiliens Präsident Lula sieht ganz anders als die Indianer da, wo heute Regenwald steht, eine hohe Staumauer und einen riesen Stausee: Belo Monte. Die Indianer sollen weichen ebenso wie die Bäume.

Glücklicherweise ist Chirac heute Umweltschützer, steht einer Umwelt-Stiftung mit Projekten zur Bekämpfung der Regenwaldrodung vor. Vielleicht hat er aus alten Zeiten den Zugang zum brasilianischen Präsidenten Lula und kann diesen über einen guten Tropfen französischen Wein zur Einsicht bringen.

Die französische Presse jedenfalls schenkt dem derzeitigen Besuch Raonis große Aufmerksamkeit. Die Belo Monte-Plattform schreibt:

Bei seiner Ankunft in Paris verlautete der Kazike, für den Kampf bereit zu sein und sprach vom Krieg gegen den Staudamm Belo Monte. „Wir werden die Weißen töten, sollten sie den Damm bauen", sagte er Kazike in einem Interview mit dem Fernsehsender TF1.

"Ich habe meine Leute immer vom Kriegführen abgehalten. Aber nun bin ich sehr besorgt und verunsichert", sagte er. "Dreitausend Krieger stehen bereit, um die Waffen zu ergreifen, aber sie hoffen auf einen guten Ausgang der Verhandlungen".

Vorerst geht es noch friedlich zu: Raoni wird mit dem Brasilianer Carlos Goshn zu Abend essen. Gashn ist Präsident von Renault. Es wird auch ein Treffen mit Anne Hidalgo, der Vizebürgermeisterin von Paris, geben.

Nach Besuchen in weiteren französischen Städten wird Raoni nach Luxemburg weiterreisen und am nächsten Dienstag in Monaco von Prinz Albert empfangen werden. Er ist Präsident einer Stiftung für den Umweltschutz.

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