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Costa Rica - von wegen ÖkoparadiesStichwörter: Aktion weltwaerts Lebenswandel

Geschichten über unsachgemäß entsorgtes Altöl (einfach in Fluß gekippt), chlorhaltige Waschmittel nach dem Motto viel hilft viel eingesetzt oder über Frauen, die aufgrund von Spritzmittelvergiftungen missgebildete Kinder auf die Welt bringen, wollten uns die künftigen Weltwärtsfreiwilligen während der Vorbereitungswoche im August letztes Jahr nicht so wirklich glauben. In Costa Rica? Dem Musterökoland?!

Mittlerweile sind sie selbst schon seit gut drei Monaten im Einsatz und wundern sich immer wieder, dass man in anderen Ländern die Welt nach anderen Standards sieht und behandelt.

Katis Beschreibung ihrer Wohnsituation im forestguardians-Blog lässt einen regelrecht mitabenteuern Bin ich denn im falschen Film ... die Umweltschäden sind in dem Fall nicht das Thema:

Jetzt lebe ich in der costaricanischen Volontärshölle, vor der mich mein Professor in Deutschland noch gewarnt hat. Ich schlafe hinter dem Haus in einem kleinen Kabuff mit Hochbett. Es gibt keinen Schrank oder Stuhl, meine Kleidung lege ich aufs Bett oder ich hänge sie an einen der Nägel die aus den Wänden ragen. Der Raum hat kein richtiges Fenster, die Außenwände sind sehr dünn und schließen nicht richtig mit dem Dach ab. So kann jegliches Getier rein und raus wie es mag. Regelmäßig sehe ich Ratten, die sich bestimmt wundern, warum ich jetzt bei Ihnen wohne.

Wirklich ins Auge springt allerdings der Umgang mit dem Müll und Abwasser.

Es gefällt uns nicht, die Schule zum x-ten Mal mit umweltbelastender Farbe zu streichen. Besonders stört uns hier aber der Umgang mit Müll und Abwässern, welche einfach hinten im Garten verbrannt werden oder ungefiltert in den nächsten größeren Bach fließen.

Ähnlich entsetzt verarbeitet Eva_M ihre Eindrücke in ihrem Beitrag Entweder ins Loch oder ins Feuer

Plopp!
Ein lauter Knall.
Feuer hinterm Haus.
Was das wohl war?
Vielleicht nur eine Plastikflasche.
Schwarzgraue Rauchwolke.

Sie zieht sich durch die Zweige.
Limonenbäume mit prallen Früchten.
Erfrischungsgetränk gibt’s später.

Während sich die Stimmung der Freiwilligen teilweise zwischen Verzweiflung und Entsetzen nicht entscheiden mag, kristallisiert sich jeden Tag mehr heraus: es gibt noch verdammt viel zu tun, wir stehen erst am Anfang.

Kommentare

# Andreas Mikutta am 16.01.2011, 22:20

Weltwärtsfreiwillige können nicht alle Probleme auf einmal lösen! Bitte verzweifelt nicht und konzentriert Euch aufs Machbare. Müllentsorgung ist eindeutig Aufgabe der Kommune/Gemeinde und des Staates. Giftentsorgung ebenfalls. Informiert uns über die gesetzlichen Regelungen in Costa Rica. In Deutschland wird der Giftmüll gerade illegal über die Futtermittel für die Bauernhöfe in unsere Lebensmittel (Eier, Fleisch etc.) eingebaut. Auch eine Möglichkeit, den Dreck loszuwerden. Das „Super Ökoland“ Deutschland ist auch mehr Schein als Sein!

# Andreas Veit, Costa Rica am 06.02.2011, 17:41

Schon immer wieder interessant, wie sich der Voluntär vorstellt, wie der Rest der Welt zu sein hat ... liebe Kati; zu Deiner Beschreibung der Wohnsituation : das ist hier normal - die Wände sind dünn, sie müssen nicht nach oben schliessen; das hilft der Belüftung bei 90% Luftfeuchte; der Nagel zum Sachen aufhängen tut seinen Dienst - IKEA hat hier noch keine Filiale - und ja, es gibt tatsächlich 'Getier' aller Art hier in den Tropen; das liegt unter anderem auch daran, dass die Umwelt noch nicht so steril und zubetoniert ist wie in Europa.
Wir sagen 'Artenvielfalt' dazu ... ;-)

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