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Scheiß auf Artenschutz: Erholungssuchender erschlägt AuerhahnStichwörter: Artenschwund Kritik

Kühe sind lila und die Milch kommt aus dem Tetra-Pak. Der Mensch entfernt sich immer weiter vom Wissen über Natur, die Vernetzungen und natürliche Gesetzmäßigkeiten. Leider hält er sich dann nicht angemessen fern von dieser natürlichen Umgebung und gelegentlich kommt es zu Begegnungen, die man hinterher höchstwahrscheinlich zutiefst bereut. Eine solche Begegnung hat kürzlich einen Auerhahn in Thüringen - immerhin einer von einer nur 24-köpfigen Population im ganzen Land - das Leben gekostet.

Ein Berliner Erholungssuchender hat in Rohrbach (Kr. Saalfeld-Rudolstadt) im Naturpark Thüringer Wald einen balzenden Auerhahn erschlagen - aus Angst. Der Auerhahn stammte aus einem russischen Zuchtbetrieb und hat nur wenig Scheu gegenüber Menschen gezeigt.

Dumm gelaufen - offensichlich hat der Auerhahn nicht daran gedacht, dass Städter umgekehrt nicht mehr wissen, wie mit einem Stück Natur cool umzugehen ..

Kommentare

# Franko Buttig am 22.03.2012, 12:00

Das Tier stammt mitnichten aus russischen Zuchtbetrieben. Wer verbreitet denn derlei Schwachsinn. Es stammt aus der seit 1990 bestehenden Aufzuchtstation der Thüringer Landesforstverwaltung in Langenschade. Als zuständiger Revierleiter in diesem Waldgebiet habe ich den hahn selbst im Jahr 2008 mit ausgewildert, und ihn seitdem beobachtet und so gut wie möglich geschützt.

# hermann am 22.03.2012, 18:46

Hat mich auch sehr gewundert, dass wir Auerhähne nicht 'selber können' und sie aus Russland importieren, aber der im Beitrag angelinkten Meldung nach (http://www.jagderleben.de/angst-erschlagen), hat Florian Meusel, der Geschäftsführer des Naturparks Thüringer Wald, anscheinend gesagt, dass die Tiere aus russischen Zuchtbetrieben stammen.

Unabhängig davon macht es schon sehr betroffen zu sehen, wie durch so eine Aktion all die Vorarbeit und auch der finanzielle Aufwand verpuffen. Und das nicht im brasilianischen Amazonas oder irgendwo in Indonesien, nein: im Herzen Europas!

# imagonaut am 26.03.2012, 08:03

Aus Angst erschlagen..? Da muss mir aber schon viel Naturbezug fehlen, wenn ich das mache. Ich weiß auch nicht, was der Auerhahn genau macht, wenn ich ihn treffe. Ich hab aber noch nie gehört, dass ein Auerhahn einen Touristen getötet hat.
Wer in den Wald geht, sollte sich bewusst sein, dass er andere Lebewesen treffen kann. Wir sind in Deutschland wirklich etwas 'verwöhnt'. Als ich als Tourist im australischen Hinterland war, war ich hellwach und hab hinter jedem Knistern ein schrecklich giftiges oder zumindest exotisches Tier vermutet. DAS war für mich ein echtes Erlebnis. Ich habe realisiert, dass ich noch viel zu lernen habe über die Natur.
Hoffen wir mal, dass dieser Auerhahn ein Einzelschicksal bleibt.

Also: Was mache ich, wenn ich einen balzenden Auerhahn treffe?

# Josch am 27.03.2012, 13:21

wie blöd kann man eigentlich sein so was gehört bestraft aber ordentlich
ich wollte mir so einen auerhahn mal in natura ansehen und zwar letzte woche in rohrbach
und dann haut den so ein berliner gleich um
null ahnung von dem was sich außerhalb einer stadt so tut
solche menschen sollten die natur lieber vom fernseher aus betrachten fals sie überhaubt richtiges interesse an wald, bergen, und auerhahn haben

# Roland Genius am 29.04.2015, 15:12

-einfach nur schade um daß vorzügliche Tier-allerdings bringt die asiatische Sorte mehr auf die Wage. Am Vorabend mit Salz,Galgantpulver,Chili und scharfen Paprika einreiben(auch unter die Haut die man aber dran lassen kann da diese Tiere nicht gespritzt sind und meist in einer sauberen Umwelt leben) und daß ganze mit einer passenden Menge (nach der Größe des Tieres)Sonnenblumenöl auf daß abgetrocknete Tier geben-dann ca eine gute Stunde bei 170° C in die Backröhre schieben oder etwa 80 min bei 160° C.Laut Hildegard von Bingen für Kranke und Gesunde sehr gesund zu essen.(Siehe amazon"Physica Hildegard")

# Roland Genius am 29.04.2015, 15:58

Appendix zu diesem Kommentar:Zur "Beruhigung" vielleicht jetzt auch etwas erhitzter Gemüter. Dieses "Rezept" habe ich selbst nur an Putenkeulen ausprobieren können -vermute nur daß es auch beim Auerhahn passen könnte. Natürlich sollte keiner jetzt auf die Idee kommen einen der letzten Auerhühner Deutschlands zu verspeisen. Man sollte Zuchten für die asiatische Variante aufbauen um dieses wertvolle Fleisch vermarkten zu können.Daß wäre sehr gut für den Naturschutz und den Menschen.Es fehlt noch eine große Zwiebel zu 2-3 Knoblauchzehen die man noch dazutuen sollte.

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