Pro REGENWALD

Neues Hintergrund Projekte Mitmachen Über uns Mithelfen/Spenden
Please leave these fields blank (spam trap):

Artensterben in Nordamerika schreitet schneller voranStichwörter: Artenschwund Raubbau

Habitatsverlust und die Einführung fremder Fischarten sind in Nordamerika für ein verstärktes Artensterben bei Süßwasserfischen verantwortlich. Zwischen 1898 und 2006 verschwanden 57 Arten. Das sind 3,2 Prozent der in Nordamerika bekannten Fischarten, wie Noel Burkhead vom US Geological Survey in der Septemberausgabe des "BioScience"-Journals berichtet.

Die Verlustrate ist höher als sie natürlicherweise in früheren Perioden war und sie ist höher als die anderer Tiere, nur Frischwasserschnecken und Muscheln sterben noch schneller aus.

Wissenschaftler warnen seit Jahrzehnten, dass die Folge nichtnachhaltiger menschlicher Aktivitäten ein massenhaftes Artensterben sein könnte ... einige argumentieren, wir wären mittendrin.


Quelle: North American freshwater fishes race to extinction
Rate of loss of species exceeds that of terrestrial animals, Pressemitteilung von American Institute of Biological Sciences


Großes Artensterben in Nordamerika
Süßwasserfische enorm bedroht
Eine zunehmende Belastung und Knappheit von Süßwassergebieten gefährdet die Existenz ihrer Bewohner. Besonders bedrohlich ist die Situation für Süßwasserfische in Nordamerika. Weltweit sterben hier die meisten Arten aus.

Nirgendwo sonst sterben Süßwasserfische schneller aus als in Nordamerika. Dort verschwanden zwischen 1898 und 2006 insgesamt 39 Arten und 18 Unterarten. Das berichtet Noel Burkhead vom US Geological Survey in Journal "BioScience".

Ende 2010 waren in Nordamerika 1213 Arten bekannt, damit sind 3,2 Prozent der Süßwasserfische des untersuchten Gebietes verschwunden. Nach 1950 verlief das Artensterben besonders schnell. Hauptursache ist der Verlust von Lebensräumen. Burkhead hat zudem berechnet, das bis zum Jahr 2050 zwischen 53 und 86 Fischarten ausgestorben sein könnten.

Zuerst verschwand der begehrte Atlantische Lachs (Salmo salar) aus dem Ontario-See, schreibt Burkhead. Zuletzt traf es die Art Chirostoma bartoni, die nur in einem sehr kleinen Gebiet vorkam. Als ein wassergefüllter Vulkankrater austrocknete, war es um die Art geschehen, berichtet der Wissenschaftler. Er hatte zahlreiche Berichte ausgewertet und mindestens eine Art berücksichtigt, die inzwischen wiederentdeckt wurde. Weitere Informationen stammten von der Roten Liste der bedrohten Arten der Weltnaturschutzunion.

Ernst zu nehmendes Forschungsergebnis
3,2 Prozent Verlust bei den kontinentalen Fischarten seien keinesfalls "trivial", warnt Burkhead. Diese Zahl künde davon, dass der Umgang des Menschen mit den Lebensräumen schädlich sei. In allen 20-Jahres-Zeiträumen seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts (1901-1920, 1921-1940 etc.) sei die Zahl der ausgestorbenen Arten in Nordamerika größer gewesen als auf den anderen Kontinenten zusammen.

Der WWF berichtete im März darüber, dass die weltweite Wasserknappheit dramatischer ist als bislang gedacht. In zahlreichen Regionen werde so viel Wasser für die Landwirtschaft, die Industrie und die Trinkwasserversorgung konsumiert, dass nicht mehr genug nachfließen könne. Ausgetrocknete Flussbetten fänden sich auch bei großen Strömen wie dem Rio Grande in Südamerika, dem Indus in Südasien und dem riesigen Murray Darling in Australien. Dadurch seien auch Süßwasserfische, Delfine und andere Arten gefährdet.

Gefährdete Arten auch in Deutschland
In Deutschland sind ebenfalls viele Arten gefährdet, etwa der Maifisch (Alosa alosa). Laut der Roten Liste gehen alle befragten Experten davon aus, dass es aktuell keine sich selbst tragende Population des Maifisches in Deutschland gibt. Aktuell laufen Versuche für eine Wiederansiedlung im Rhein. Die einst häufigen Störe sind verschwunden, der Aal (Anguilla anguilla) ist bedroht. Die Karausche (Carassius carassius) geht vielerorts zurück, weil pflanzenreiche Kleingewässer verschwinden. Die nur im Bodensee vorkommenden Sandfelchen (Coregonus arenicolus) haben sich etwas erholt. Sie litten unter der Überdüngung des Wassers.

Quelle: dpa

Adresse: http://www.n-tv.de/wissen/Suesswasserfische-enorm-bedroht-article6935926.html

10.08.2012

Kommentare

# Milan am 31.08.2012, 15:07

Ich finde,dass jeder seinen teil beitagen MUSS,auch wen es nur eine unterschrift odernsogar eine kleine Spende wer dass hier liesst , und nichts tut,wird immer mit dem Schlechten gewissen leben müssen,dass er der umwelt UND der menschheit geholfen hat.

Please leave these fields blank (spam trap):

Kein HTML erlaubt.
Bitte verschont uns hier vor Werbeeinträgen, inhaltsfernem, beleidigendem oder anderweitig nicht tragbarem Geschreibe. Wir löschen solche Einträge, wollen aber nicht jeden Tag kontrollieren müssen.


Kommentar kann bis zu 30 Minuten nach dem Abschicken geändert werden.

Please leave these fields blank (spam trap):