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  <title>pro-regenwald.de</title>
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  <item rdf:about="http://www.pro-regenwald.de/news/2012/01/26/Alarm__Amazoniens_CO">
    <title>Alarm: Amazoniens CO2-Bilanz droht zu kippen</title>
    <link>http://www.pro-regenwald.de/news/2012/01/26/Alarm__Amazoniens_CO</link>
    <dc:date>2012-01-26T15:26:00+01:00</dc:date>
    <description><![CDATA[<p>Schon in den 90er Jahren gehörten zwei Erkenntnisse zur Grundausrüstung der Waldschützer: Straßen öffnen den Regenwald und bringen Zerstörung und wer den Amazonasregenwald stückweise kaputtmacht, der gräbt ihm nach und nach das Wasser ab, denn das war damals schon nachgewiesen: der Regenwald produziert durch Verdunstung immer wieder seinen eigenen Regen.</p>

<p>Umso frustrierender ist es heute, nach gut 20 Jahren anhaltender Zerstörung und Dezimierung des Amazonaswaldes, von Forschungsprojekten zu lesen, die genau die beiden oben genannten Erkenntnisse als neueste Ergebnisse dokumentieren. So neu sind sie nicht ... </p>

<p>Wenn sie schon nicht 'neu' sind, dann aber wenigstens 'modern'. Modern ist, Wald nun auch aus dem Klimawandelblickwinkel zu sehen .. oder besser: die Kohlenstoffsenkenwirkung eines Waldes als neues Geschäftsmodell zu propagieren. Weil sie große Geschäfte wittern, beschäftigen sich neuerdings höchstwahrscheinlich mehr Investoren und Spekulanten mit dem Wald als Umweltschützer. Kohlendioxid ist kein Problem, sondern eine Geschäftsidee - von der Wald selbst und seine Bewohner, wie man in neueren Berichten liest, 
am wenigsten haben.</p>

<p>Der Amazonaswald könnte das Geschäftsmodell in naher Zukunft ganz schön durcheinanderbringen. Die Eingriffe in das Ökosystem tragen zu einem Kippen bei, und Experten fürchten, dass der Amazonaswald von Kohlenstoff-Senke zu -Quelle mutiert.</p>

<p>Christoph Schrader schreibt in der Süddeutschen Zeitung dazu in <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/naturschutz-amazonas-regenwald-so-bedroht-wie-nie-1.1261558">Amazonas-Regenwald so bedroht wie nie</a>:</p>

<blockquote>
  <p>Feuer und Entwaldung sind zwei der Faktoren, die dem großen Regenwald Lateinamerikas zusetzen. Hinzu kommen Veränderungen im Wasserhaushalt, der Vegetation, der Luft- und Bodenqualität, die teils natürliche, teils menschliche Ursachen haben und auf komplexe Weise zusammenhängen. 17 Zustandsgrößen, zwischen denen 30 Pfeile mögliche Einflussfaktoren kennzeichnen, machen die Wissenschaftler um Eric Davidson vom Woods Hole Forschungszentrum in Massachusetts aus.</p>
  
  <p>Die Experten von einem guten Dutzend brasilianischer und US-amerikanischer Hochschulen sind erkennbar bemüht, Zustand und Zukunft des Gebiets weder zu dramatisieren noch zu verharmlosen. Am Ende ringen sie sich zu einer Warnung durch: Die Stabilität des Ökosystems sei durch vielfältige Angriffe gefährdet, der Regenwald könnte sich von einer Senke für Treibhausgase wie Kohlendioxid zu einer Quelle verwandeln, schreiben sie im Fachblatt Nature (Bd. 481, S. 321, 2012).</p>
</blockquote>

<p>Weitere Info: <a href="http://www.innovations-report.de/html/berichte/umwelt_naturschutz/study_evaluates_impact_land_activity_amazon_basin_188846.html">New Study evaluates impact of land use activity in the Amazon basin</a>, www.innovations-report.de</p>
]]></description>
  </item>
    <item rdf:about="http://www.pro-regenwald.de/news/2012/01/26/News_01-26">
    <title>News - bis Donnerstag, 26.01.2012</title>
    <link>http://www.pro-regenwald.de/news/2012/01/26/News_01-26</link>
    <dc:date>2012-01-26T11:54:00+01:00</dc:date>
    <description><![CDATA[<p><b>Feuchtgebiete erholen sich kaum</b><br>
Feuchtgebiete sind produktive, aber sehr sensible Ökosysteme. Mehr als die Hälfte ist seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts allein in Nordamerika, Europa, Australien und China zerstört worden. Feuchtgebiete zu renaturieren ist auch mit großer Anstrengung nahezu unmöglich.
<br>24.01.2012, <a href="http://www.n-tv.de/wissen/Feuchtgebiete-erholen-sich-kaum-article5304581.html">n-tv.de</a></p>

<p><b>'Peak timber' concerns in tropics</b><br>
Current tropical timber practices are not sustainable and nations should consider the "implications of 'peak timber'", a study has suggested. A team of researchers says the standard cutting cycle of 30-40 years is too short to allow trees to grow to a volume required by commercial loggers. As a result, they add, the pressure to harvest primary forests will continue, leading to ongoing deforestation. The findings have been published in the journal Biological Conservation.<br>
by Mark Kinver
<br>24.01.2012, <a href="http://www.bbc.co.uk/news/science-environment-16682177">bbc.co.uk</a></p>

<p><b>Hunde gegen Mahagoni-Schmuggel</b><br>
Anlässlich des Weltzolltags am 26. Januar berichtet die 
Umweltschutzorganisation WWF von einem neuen Ansatz im Kampf gegen 
den weltweiten Tropenholzschmuggel. Zukünftig könnten, so die Idee 
der Umweltschützer, Spürhunde im Frachtbereich an See- und 
Flughäfen nach illegalen Hölzern schnüffeln.
<br>24.01.2012, <a href="http://www.wwf.de/index.php?RDCT=00fc37ba163c8bb4ba3e">wwf.de</a></p>

<p><b>Artensterben schlimmer als Klimawandel</b><br>
Die Bewahrung der Artenvielfalt und des ökologischen Gleichgewichts ist eine größere Herausforderung als die Dämmung der negativen Folgen des Klimawandels. Das behauptet Carsten Rahbek, Direktor des Zentrums für Makroökologie, Evolution und Klima der Universität Kopenhagen [1], anlässlich eines Vorbereitungstreffens für den UN-Biodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Panel for Biodiversity and Ecosystem Services), dessen Gründung für April 2012 erwartet wird.
<br>22.01.2012, <a href="http://www.pressetext.com/news/20120121001">pressetext.de</a></p>

<p><b>Tropen an der Wand</b><br>
Patrick Blanc bringt erneut ein Stück Regenwald nach Berlin – sein botanisches Kunstwerk wird an diesem Sonnabend eröffnet.<br>
von Rolf Brockschmidt 
<br>21.01.2012, <a href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/tropen-an-der-wand/6088096.html">tagesspiegel.de</a></p>

<p><b>Hervorragende Marktpreise für Holz</b><br>
Zufrieden zeigten sich die privaten Waldbesitzer in der jüngsten Hauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG). Die Preise, die auf dem Holzmarkt derzeit erzielt werden, sind hervorragend. Die Konjunktur beschere der Forst- und Holzwirtschaft viele Aufträge, selbst die Brennholzpreise können sich sehen lassen.
<br>21.01.2012, <a href="http://www.badische-zeitung.de/freiamt/hervorragende-marktpreise-fuer-holz--54958626.html">badische-zeitung.de</a></p>

<p><b>Verschollene Affen auf Borneo</b><br>
Die Grauhaarigen Hose-Languren galten lange als verschollen oder sogar ausgestorben. Nun gelingt es Forschern per Kamerafalle, einige Exemplare der Affen zu entdecken. 
<br>20.01.2012, <a href="http://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Verschollene-Affen-auf-Borneo-article5274696.html">n-tv.de</a></p>

<p><b>Furcht vor Plünderungen</b><br>
Mancher Gersbacher fürchtet eine übermäßige Nutzung des Waldes – laut Forst werden aber nur natürliche Überschüsse genutzt. 
<br>20.01.2012, <a href="http://www.badische-zeitung.de/schopfheim/die-furcht-vor-pluenderungen--54926319.html">badische-zeitung.de</a></p>

<p><b>Amazonasgebiet mutiert zur CO2-Quelle </b><br>
Der Amazonas-Regenwald steht vor einem dramatischen Wandel: US-Wissenschaftler sind überzeugt, dass die Region, die bislang als grüne Lunge der Erde galt, sich von einem Speicher für Kohlendioxid zu einer Quelle des Treibhausgases CO2 entwickelt. Eine veränderte CO2-Bilanz zeigt sich bereits jetzt. 
<br>20.01.2012, <a href="http://www.n-tv.de/wissen/Bollwerk-des-Klimawandels-wankt-article5261476.html">n-tv.de</a></p>
]]></description>
  </item>
    <item rdf:about="http://www.pro-regenwald.de/news/2012/01/26/Demo_contra_Gegen_Nationalpark">
    <title>Demo contra: Gegen Nationalpark</title>
    <link>http://www.pro-regenwald.de/news/2012/01/26/Demo_contra_Gegen_Nationalpark</link>
    <dc:date>2012-01-26T02:21:00+01:00</dc:date>
    <description><![CDATA[<p><span style="width:160px; float:left"> 
<a href="http://www.pro-regenwald.de/news/#" onClick="window.open('http://www.pro-regenwald.de/pics/npno1.jpg', '_new1', 'height=365, width=510, toolbar=no, menubar=no, scrollbars=yes, resizable=yes, location=no, directories=no, status=no');"><img src="http://www.pro-regenwald.de/pics/npno1_s.jpg" width="150" align="left">Klare Worte</a></span>
Was muss das für ein Volk sein, das sich unsere Politiker da ausgesucht haben! Aufsässig, auf seinen eigenen Vorteil bedacht und Null Blick auf's Größere Ganze. Vielleicht ist es nicht das Ganze, aber größer ist sie schon, die Aufgabe, das Artensterben in der EU zu stoppen. Ursprünglich auf 2010 geplant, wegen dauerhaftem Misserfolg jetzt auf 2020 verschoben. Bis dahin soll das Artensterben in der EU gestoppt sein.</p>

<p>Wälder sind ein Schlüssel zur Arterhaltung, alte Wälder, um genau zu sein. Denn mit dem Alter der Bäume und auch der Zunahme an allen möglichen Zerfallsstadien eines Waldökosystems schnellt die Artenzahl in die Höhe. Unser Wirtschaftswald stellt in der Regel nur ein reduziertes Abbild des natürlichen Ökosytems dar, enorm reduziert in seinen ökologischen Nischen und der Vielfalt seiner Lebewesen. </p>

<p>Wissenschaftler und Umweltschützer fordern deshalb seit langem, den Anteil der Fläche, die sich ungestört und natürlich entwickeln können soll, angemessen zu erhöhen. Derzeit sind es weniger als 1 Prozent. Fünf sollten es mindestens sein, besser wären 10 ... anderenfalls werden sich bestimmte Arten nicht halten können. Diese Erkenntnis haben sich mittlerweile eine wachsende Zahl politischer Mandatsträger und Gremien zu eigen gemacht ... und es werden ernsthaft Szenarien entwickelt, wie man zu den größeren Schutzflächen kommen könnte, schließlich verlangt ein Aktionsplan der EU irgendwann ja auch die erfolgreiche Umsetzung der Inhalte.</p>

<p>Und so wird auch versucht, das eine oder andere Gebiet im realen Leben umzuwidmen, Schutzflächen einzurichten, ja, wenn da nicht das Volk wäre .. aufsässig, auf seinen eigenen Vorteil bedacht und mit Null Blick auf's größere Ganze. </p>

<p>Letztes Wochenende hat sich ein solcher Teil des Volkes zusammen- und kundgetan und anstelle konstruktiv vorzuschlagen, wie und wo man denn zu mehr Schutzflächen kommen könnte, sich eher des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sankt-Florian-Prinzip">St. Florians-Prinzips</a> bedient.</p>

<p>Info aus der Region: <a href="http://www.nw-news.de/lokale_news/lippe/oerlinghausen_leopoldshoehe/5882491_Demonstration_gegen_Nationalpark-Plaene.html">Demonstration gegen Nationalpark-Pläne</a><br>
von dieser Quelle stammen auch die hier verwendeten Bildchen</p>

<p><span style="width:502px; float:left"> 
<a href="http://www.pro-regenwald.de/news/#" onClick="window.open('http://www.pro-regenwald.de/pics/npno2.jpg', '_new1', 'height=200, width=1570, toolbar=no, menubar=no, scrollbars=yes, resizable=yes, location=no, directories=no, status=no');"><img src="http://www.pro-regenwald.de/pics/npno2_s.jpg" width="500" align="left"></a><span class="small70">Volk contra Nationalpark-Demo, wobei es auch einige Pro-Stimmen und -Schilder zu sehen gab</span><br><br></span></p>

<p>weitere <a href="http://bilder.lz-online.de/nationalpark-demo_in_detmold/73/743716/743716.html">Bilder</a></p>
]]></description>
  </item>
    <item rdf:about="http://www.pro-regenwald.de/news/2012/01/26/Demo_pro_andere_Agrarpolitik">
    <title>Demo pro: Für eine andere Agrarpolitik!</title>
    <link>http://www.pro-regenwald.de/news/2012/01/26/Demo_pro_andere_Agrarpolitik</link>
    <dc:date>2012-01-26T01:26:00+01:00</dc:date>
    <description><![CDATA[<p><span style="width:160px; float:left"> 
<a href="http://www.pro-regenwald.de/news/#" onClick="window.open('http://www.pro-regenwald.de/pics/bdemo1.jpg', '_new1', 'height=475, width=460, toolbar=no, menubar=no, scrollbars=yes, resizable=yes, location=no, directories=no, status=no');"><img src="http://www.pro-regenwald.de/pics/bdemo1_s.jpg" width="150" align="left">Berlin, 21.Jan. 2012</a></span>
Das angekündigte Sauwetter hat sie nicht abhalten können. 23.000 Menschen fanden sich am Berliner Hauptbahnhof ein, um anlässlich der Grünen Woche Stimmung zu machen für eine bessere Agrarpolitik. Unsere FÖJ-lerin Janika war mit dabei und hat ihren Schilderungen nach guten Spaß gehabt bei ihrem Ausflug. Politik machen muss nicht immer öde sein ... das kann man unten im Detail nachlesen.</p>

<p>Politik und Prominenz scheint es auf der Grünen Woche nicht ganz so einfach zu haben. Man wird ständig beobachtet und muss auf Kost-Tour allerlei essen und alles soll einem schmecken. Die Süddeutsche Zeitung titelte treffend <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/gruene-woche-in-berlin-eroeffnet-das-grosse-fressen-1.1262576">
Grüne Woche in Berlin eröffnet 'Das große Fressen'</a> und die erwähnten Details lassen ahnen, dass unseren PolitikerInnen die Landwirtschaft sehr nahe geht:</p>

<blockquote>
  <p>Wer hat den stabileren Magen? Verbraucherministerin Aigner und Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit schlemmen sich durch das Eröffnungs-Angebot der Grünen Woche. Die Politik gibt sich heiter und der Landwirtschaft verbunden. Einige Demonstranten stören das Bild.</p>
  
  <p>Da müssen sie jetzt durch. Klaus Wowereit ist Berlins Regierender Bürgermeister, Ilse Aigner (Mitte) ist Verbraucherschutzministerin. Ihnen gemein ist die Aufgabe, beim Start der Grünen Woche in Berlin Werbung für die Landwirtschaft zu machen. Das bedeutet konkret: essen, essen, essen. Und trinken. Zunächst ein Häppchen Käse, dann ...</p>
</blockquote>

<p>Die Grüne Woche hat einmal ein Ende. Für eine bessere Agrarpolitik wird man auch in Zukunft gelegentlich nach Berlin fahren müssen ... dann hoffentlich bei besserem Wetter.</p>

<p><br><br></p>

<p><span style="width:250px; float:left"> 
<a href="http://www.pro-regenwald.de/news/#" onClick="window.open('http://www.pro-regenwald.de/pics/bdemo2.jpg', '_new1', 'height=860, width=1140, toolbar=no, menubar=no, scrollbars=yes, resizable=yes, location=no, directories=no, status=no');"><img src="http://www.pro-regenwald.de/pics/bdemo2_s.jpg" width="240" align="left">Mittendrin ... in Berlin</a></span></p>

<blockquote>
  <p>Bericht von Janika, <br>Demo 21.01 in Berlin</p>
  
  <p><b>Nass, kalt ... aber ich war dabei!</b></p>
  
  <p>"Guten Morgen Berlin, du kannst so hässlich sein, so dreckig und grau..." Als wir morgens um sieben in Berlin eintreffen, schwirrt mir diese Liedzeile von Peter Fox´s "Schwarz zu Blau" durch den Kopf. Es ist nass und dunkel, wir fahren durch den Osten Berlins an Plattenbausiedlungen vorbei. Doch warum und wie hat es mich dieses Wochenende von München nach Berlin verschlagen und was habe ich dort erlebt? </p>
  
  <p>Angefangen hat es mit dem Angebot des JBN, des Trägervereins meines Freiwilligen Ökologischen Jahres: er fährt mit einem Bus zu der "Wir haben es satt"-Demo am 21. Januar in Berlin und nimmt alle die mit, die für besseres, regionales, saisonales und biologisches Essen sind und gegen die Agrarindustrie mit Massentierhaltung und Monokulturen. Naja und nebenzu sollte ich dann auch noch meine Einsatzstelle, Pro REGENWALD, angemessen vertreten ...</p>
  
  <p>Am Freitagabend geht es schon los. Wir treffen uns in München im DGB-Haus um unsere Ideen und alles was uns stinkt auf Plakate zu bringen. Als ich ankomme, ist schon ein kleiner bunter Haufen JBNlern und FÖJlern versammelt. Es wird gegessen und gelacht und Sprüche werden zu Papier gebracht. </p>
  
  <p>"Stopp-Stopp-Stopp-AntaignerN" oder "Gegen Massentierhaltung" oder "Artgerecht statt ungerecht".
  Ich schreib auf mein Plakat: "Lebensmittelskandale schmecken nicht!!!" und male dazu ein Huhn, das eine Antibiotika-Spritze bekommt und ein Dioxin -Ei. Allgemeine Aufbruchsstimmung kommt auf und Kurt, der JBN-Geschäftsführer, erklärt die wichtigsten Sachen zum Ablauf der Fahrt. Dann werden die Rucksäcke, Schlafsäcke und Isomatten im Bus verstaut und im Schneegestöber verlässt der Bus München. Als nächstes wird Nürnberg angefahren, um dort weitere Teilnehmer einzusammeln.</p>
  
  <p>Halb eins Nürnberg HBF. Der Bus füllt sich mit den Zugestiegenen und es gibt weitere Bekanntmachungen zu Veranstaltung und Ablauf, während der Bus Richtung Berlin weiterrollt. Langsam kehrt Ruhe ein und die Lichter werden ausgeknipst, doch so wirklich gut schlafen kann ich nicht. Nach einer weiteren Pause von 45 Minuten in der Nacht fahren wir um zwei weiter und ich kriege doch noch eine Mütze voll Schlaf.</p>
  
  <p>Als ich wieder aufwache sind wir schon in Berlin, Hauptstadt und Gegenstand vieler Lieder. Mein Rücken schmerzt und die Augenlider sind schwer. Der Bus fährt uns zum KUBIZ (Kultur und Bildungszentrum) und die Sachen werden in der großen Aula deponiert. Es treffen weitere BUNDJugend-Leute ein, aus Baden-Württemberg, NRW und Hamburg. Die Leute aus Berlin sind natürlich schon da und organisieren den weiteren Ablauf. Doch ersteinmal dürfen wir uns am reichhaltigen vegetarischen Büffet bedienen. Busfahren macht hungrig. </p>
  
  <p>Auf der Bühne der Aula liegen jetzt Tierkostüme neben Gasmasken und weiteren wichtigen Ausrüstungsgegenständen, um sich angemessen für eine Demo einkleiden zu können. Auch in der Erklärung des Veranstaltungs-Ablaufes finden sich die Verkleidungssachen wieder. Nach dem Frühstück sollen sie verteilt werden und man trägt sich in eine Liste ein! Die Kostüme kommen alle wieder zurück! Desweiteren wurde die Fahrt zum HBF Berlin erläutert: In Fünfergruppen mit jeweils ein Ticket fährt man gestaffelt in mehreren Gruppen ins Zentrum!</p>
  
  <p>Bevor es so weit ist, sammelte sich meine Gruppe aus Bayern und es gibt noch einen kleinen Input über die Demo und ihre Themen. Ein wenig chaotisch wird es dann, wie die Bahnkarten verteilt werden. Wir gehen um kurz vor zehn, bis dahin bleibt noch Zeit für einen kleinen Besuch im Bad. Zähneputzen, fällt mir mal wieder auf, ist eine wunderbare Erfindung. Man fühlt sich gleich viel besser für den Tag gerüstet. </p>
  
  <p>Schweine, Kühe und Schafe mischen sich auf dem Vorplatz mit Mais, Bananen, Erbsen, Möhren und Tomaten - das ganze Spektrum ist versammelt. Fahnen wehen und es wird schon fleißig Krach gemacht mit Sambatrommeln und Küchenausrüstung. Ich habe mir ein Blechtasse mit einem Löffel organisiert und nerve damit ein wenig die Menschen in meiner Umgebung. Dann ziehen wir los und ernten neugierige Blicke als wir uns in eine überfüllte Tram pressen. Alltäglich sind Fahnen tragende Schweine und Bananen halt nicht einmal hier in der Hauptstadt.</p>
  
  <p>Vor dem Hauptbahnhof sammeln sich die Massen und vereinigen sich zu einem Strom der durch das Regierungsviertel zieht. Unzählige Fahnen wehen im Wind, der manchmal recht stark ist. Der Landesvorstand Martin versucht mit einem Megaphon die JBNler zusammenzuhalten, doch es ist wieder mal ein relativ großes Gewusel. Und dann fängt es zu regnen an. Es werden Kapuzen aufgesetzt und Regenschirme aufgespannt. Die Stimmung ist immer noch super, es werden Lieder skandiert und mehr oder weniger rythmisch von Sambamusik begleitet. </p>
  
  <p>Als wir an der Bühne ankommen ist der Regen zu einem Schneeregen geworden und die ersten Plakate lösen sich auf. Es werden Reden gehalten unter anderem von der Nigerianerin Mariann Bassey, von Friends of the Earth. Sie sagt: „Die Politik hat schrankenlose Spekulationen auf Lebensmittel erst möglich gemacht. Gleichzeitig ist sie wegen der Futtermittel und des Agrosprits für den Landraub in den Ländern des Südens verantwortlich. Das alles treibt die Lebensmittelpreise hoch und schließt Hungernde vom Zugang zu fruchtbarem Land und zu Lebensmitteln aus. (...)"</p>
  
  <p>Dann wird Musik gespielt während sanft Schneeflocken auf die Demonstranten fallen. Es ist wirklich kalt. Wir holen uns eine Protestsuppe aus biologischem und ungenormtem Gemüse, welches sonst im Abfall gelandet wäre. Für die Suppe muss man nicht zahlen, aber jeder gibt gerne eine Spende. Für einen kurzen Moment wärmt es einen von innen und außen, doch das hält nicht lange. Auch wenn ich in weiser Voraussicht viele warme Sachen angezogen hatte, spüre ich meine Füße kaum noch. </p>
  
  <p>Die Gruppe hat sich auf dem Weg zur Bühne verteilt und ein wenig aufgelöst. Kurz darauf gehen wir zurück zum Bahnhof und einige fahren wieder zurück zum KUBIZ und andere erkundigen die Stadt. Die Schweine und Kühe sind nass, genauso geht‘s dem Gemüse. Man ist müde und doch voller Hoffnung ein Zeichen gesetzt zu haben, dass auch die deutsche und europäische Politik zum Nachdenken bringt: Wir wollen eine andere Agrarpolitik! Immerhin waren es diesmal 23.000 Menschen die ihre Meinung kundgetan haben. Das nächste Mal werden es mehr sein ... und dann bist bestimmt auch du mit dabei!</p>
  
  <p>Janika, im Januar 2012</p>
</blockquote>
]]></description>
  </item>
    <item rdf:about="http://www.pro-regenwald.de/news/2012/01/25/Public_Eye_Awards_2012">
    <title>Public Eye Awards: Übelstes Unternehmen gesucht</title>
    <link>http://www.pro-regenwald.de/news/2012/01/25/Public_Eye_Awards_2012</link>
    <dc:date>2012-01-25T17:24:00+01:00</dc:date>
    <description><![CDATA[<p><span style="width:160px; float:left"> 
<a href="http://www.pro-regenwald.de/news/#" onClick="window.open('http://www.pro-regenwald.de/pics/peaward.jpg', '_new1', 'height=330, width=365, toolbar=no, menubar=no, scrollbars=yes, resizable=yes, location=no, directories=no, status=no');"><img src="http://www.pro-regenwald.de/pics/peaward_s.jpg" width="150" align="left">reinklicken und mitmachen</a></span>Eine feine Idee eigentlich: mir (und allen anderen auch) die Möglichkeit zu geben, jeweils 'sein' übelstes Unternehmen zu ranken. Ist doch ein bisschen wie bei Standard &amp; Poor's, Moody's und Fitch, die derzeit u.a. Schlagzeilen dafür machen, dass sie EU-Staaten von AAA in Richtung Ramsch 'raten' (=bewerten) und dadurch alle gegen sich aufbringen. Ramsch wäre wohl das richtige Stichwort in dem Rating des 'Public Eye Awards', zu dem die beiden Organisationen EvB (Erklärung von Bern) und Greenpeace Schweiz bis einschließlich 26. Januar um Bewertung bitten.</p>

<p>Seit Tagen schon gehen bei uns Emails von allen möglichen Organisationen ein, die darauf drängen, ihren Hauptfeind negativ zu bewerten. Bei den einen geht es um ständige Menschenrechtsverletzungen, bei anderen um massive Umweltzerstörung - meist ist es eine gute Mischung aus beidem. Nach einer Vorschlagsrunde haben sich als die übelsten 'Schweine'-Firmen herauskristallisiert: die Barclays Bank, Fukushima-Betreiber Tepco, Samsung, der Agrochemie Konzern Syngenta und mit Vale (Brasilien) und Freeport McMoRan (USA) zwei Minenkonzerne.</p>

<p>In der Pressemitteilung zu Beginn der Ausscheidung schreiben die Initiatoren:</p>

<blockquote>
  <p>Auf der diesjährigen Shortlist stehen die sechs skandalösesten Fälle, welche eine Fachjury aus über 40 valablen Nominationen
  von Nichtregierungsorganisationen ausgewählt hat.</p>
  
  <p><b>Barclays</b> ist die viertgrösste Bank der Welt und weltweit wohl die schnellstwachsende Nahrungsmittelspekulantin. Sie
  treibt die Nahrungsmittelpreise auf Kosten der Ärmsten in die Höhe. Allein im zweiten Halbjahr 2010 wurden weltweit 44
  Millionen Menschen durch steigende Nahrungsmittelpreise in extreme Armut gedrängt – Frauen im armen Süden werden
  durch Lebensmittelspekulation oft am härtesten getroffen.</p>
  
  <p>Zur Wahl steht auch der US-Minenkonzern<b>Freeport McMoRan</b>: Dieser betreibt von Arizona aus seit 45 Jahren ohne
  Rücksicht auf Natur und Mensch die weltgrösste Gold- und Kupfermine Grasberg in West-Papua. Täglich fallen in der
  Mine 230'000 Tonnen mit Schwermetall verseuchter Morast an. Dieser überdeckt weiträumig die Umwelt unter einer bis zu
  15 Meter hohen alles abtötenden Schlammlawine, die auch ein Weltnaturerbe bedroht.</p>
  
  <p>Südkoreas grösstes Konglomerat <b>Samsung</b> ist nominiert weil es in seinen Fabriken teils verbotene, hochgiftige Stoffe
  einsetzt, ohne die Arbeiter zu informieren und zu schützen. Mindestens 140 Arbeiter sind deshalb an Krebs erkrankt,
  mindestens 50 junge Arbeiter daran gestorben. Samsung streitet trotz klarer Beweislage seine Verantwortung ab und
  diskreditiert die Erkrankten und Verstorbenen samt ihrer Angehöriger öffentlich.</p>
  
  <p>Der grösste japanische Energiekonzern <b>Tepco</b> hat wider besseren Wissens aus Kostengründen die bauliche Sicherheit
  seiner Atomkraftwerke stark vernachlässigt. Der GAU von Fukushima und somit die radioaktive Verstrahlung von Mensch,
  Land und Meer hätte von Anfang an verhindert werden können. Ausserdem informierte der Konzern nachweislich falsch
  oder sehr verspätet – bei Tepco herrschte eine Kultur der Begünstigungen, Verschleierungen und Fälschungen.</p>
  
  <p>Der fünfte nominierte <b>Vale</b> ist der zweitgrösste Konzern Brasiliens, weltweit der zweitgrösste Minenkonzern und global der
  grösste Eisenerzhersteller. Der Konzern hat eine 60-jährige Geschichte, in der immer wieder Menschenrechtsverstösse,
  unmenschliche Arbeitsbedingungen und rücksichtslose Naturausbeutung vorkommen. Momentan beteiligt sich Vale am
  Bau des Belo-Monte-Staudamms im Amazonas. Dieser hat voraussichtlich 40'000 Zwangsumsiedlungen zur Folge, die
  Betroffenen erhalten weder Mitsprache noch Entschädigung. Eine Fläche so gross wie der Bodensee würde unter Wasser
  gesetzt mit verheerenden Auswirkungen für die indigene Bevölkerung sowie für Flora und Fauna.</p>
  
  <p>Last but not least vermarktet der Schweizer Agrochemie- und Saatgut-Produzent <b>Syngenta</b> weiterhin aggressiv das
  hochgiftige Herbizid Paraquat. Damit schädigt er in den Ländern des Südens die Menschen. Unzählige von Bauern sind
  beim Einsatz der Produkte gestorben oder trugen schwere Vergiftungen davon. Das Syngenta-Pestizid Atrazin hat 90 %
  des Wassers im mittleren Westen der USA vergiftet. Der Konzern führt in diesem Zusammenhang Schmierkampagnen
  gegen einen kritischen Wissenschaftler und versuchte, diesen mundtot zu kaufen.</p>
</blockquote>

<p>Wir wollen keine Empfehlung aussprechen - aber allen ans Herz legen, auf die Website des <a href="http://www.publiceye.ch/de/vote/">Public Eye Awards</a> zu gehen und mitzustimmen. Wichtiger als das weltweit übelste Unternehmen zu küren, ist in dem Fall das Ziel, möglichst viele Menschen auf die durch alle diese Unternehmen verursachten Schäden hinzuweisen und hier gilt wie selten sonstwo: reinklicken bildet!</p>

<p>mitmachen bei: <a href="http://www.publiceye.ch/de/vote/">Public Eye Awards</a><br>
weitere Info: <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,808996,00.html">Schmähpreis für die Skrupellosen</a>, Spiegel</p>
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