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Der BELO MONTE-STAUDAMM im Amazonasgebiet

DAS PROJEKT - Am Xingu-Fluss im brasilianischen Amazonasbecken gelegen, soll Belo Monte der drittgrößte Staudamm der Erde werden. Für eine Kapazität von bis zu 11.000 MW soll er eine Fläche von 668 km2 (Vergleich Bodensee = 536 km2) fluten, während die „große Flussschlinge“ („Volta Grande“) deutlich weniger Wasser erhalten wird. Der Belo Monte Damm ist kein Einzelprojekt, sondern steht für die weitere Erschließung des Amazonasgebiets. Es sind über 70 Staudämme in Planung, viele davon im Regenwald.

DIE FOLGEN FÜR MENSCH UND UMWELT - Über 20.000 Menschen sollen für das Projekt zwangsumgesiedelt werden. Die drastische Reduzierung der Wassermenge in der „Volta Grande“ bedroht die Lebensgrundlage tausender vom Fischfang lebender Familien, darunter indigener Gemeinschaften. Paradoxerweise gelten diese Menschen nicht als „direkt betroffen“. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) stellte fest, dass die brasilianische Regierung bei dem Projekt die Rechte der indigenen Bevölkerung verletzt. Belo Monte entzieht den EinwohnerInnen der Region um Altamira und an der großen Flussschlinge des Xingu ihre Lebensgrundlage. Brasilien verstößt mit den Baumaßnahmen gegen geltendes nationales und internationales Recht.

Die Aussicht auf Arbeit wird voraussichtlich über 100.000 Menschen in die Region locken, während die Zahl der langfristigen Arbeitsplätze auf nur 2.000 bis 5.000 geschätzt wird. Wirtschaftlihce und soziale Konflikte sind vorprogrammiert.

Das Amazonasgebiet ist eine der ökologisch bedeutsamsten und artenreichsten Regionen der Welt. Durch die Abholzung und Überflutung von einzigartigem Regenwald trägt das Belo Monte-Projekt zum Klimawandel bei und hat gravierende Auswirkungen auf die lokale und globale Umwelt.

Die geplante Leistung kann durch die unbeständige Wasserführung des Xingu nur 3–4 Monate im Jahr geliefert werden. Es wird befürchtet, dass weitere Staudämme gebaut wer den müssen, um die Wirtschaftlichkeit sicherzustellen.

PROTEST - Das Projekt wird seit den 1980er Jahren von massiven Protesten begleitet, die Ende der 80er Jahre internationale Geldgeber wie die Weltbank zum Ausstieg brachten und das Projekt vorübergehend stoppten. Sting, James Cameron und andere Prominente unterstützen den Protest öffentlich. Auch die Staatsanwaltschaft in Altamira macht sich seit langem durch Klagen vor Gericht gegen das Projekt stark.

AKTUELLE SITUATION - Im Januar 2011 wurde eine Teillizenz für die Baustellenerrichtung erteilt, obwohl 40 zuvor gestellte Bedingungen nicht erfüllt waren. Trotz unklarer Rechtslage wurde im März 2011 mit den Bauarbeiten begonnen. Durch den Zuzug von Arbeitern stößt die öffentliche Infrastruktur, z.B. das Gesundheitswesen, in Altamira bereits jetzt an ihre Grenzen. Obwohl immer noch Gerichtsverfahren anhängig sind, wird weiter gebaut – ein Zeichen, dass die brasilianische Regierung auf eine Strategie der vollendeten Tatsachen setzt.

WASSERKRAFT IST KEINE SAUBERE ENERGIE! Wasserkraft wird in der Debatte um „Grüne Wirtschaft“, als eine saubere, klimafreundliche und kostengünstige Technologie propagiert. Tausende weltweit geplanten Dämme dokumentieren den neuen Boom. Doch tatsächlich setzen Stauseen gerade in den Tropen klimaschädliche Treibhausgase in großem Maße frei. Auch ist Wasserkraft nur günstig, solange die Kosten der sozialen und ökologischen Folgen nicht eingerechnet werden.

Im Fall Belo Monte profitiert zudem nicht die lokale Bevölkerung von der gewonnenen Energie, sondern die exportorientierte Aluminiumindustrie.
(Quelle: Infoblatt 'Der Belo Monte Staudamm', Gegenströmung u.a.)

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Info & Links:

Munich Re: Lost in the Rainforest (News 2012-04-26)
Belo Monte: Protestaktionen auch in Berlin und Heidenheim (News 2012-07-04)

www.amazonwatch.org
plattformbelomonte.blogspot.com
www.amazonwatch.org
www.internationalrivers.org
www.gegenstroemung.de