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Belo Monte in New York
Protest bei UN gegen brasilianisches Wasserkraftwerk
Stichwörter: Protest Entwicklung Kritik

Seit dem 19. April tagte in New York das UN Permanent Forum on Indigenous Issues (UNPFII oder Ständiges Forum der Vereinten Nationen für indigene Angelegenheiten), um die Auswirkungen von Politik, Wirtschaft und Entwicklung auf indigene Kulturen und Identitäten zu diskutieren. Über 2.000 indigene Vertreter aus aller Welt nahmen daran teil, das Treffen fand zum neunten Mal statt und dauerte bis Anfang Mai.

Ende April, am 30.4., stand auf der New Yorker Sitzung das in Brasilien am Rio Xingu geplante Wasserkraftwerk Belo Monte auf der Tagesordnung. Die Teilnehmer äußerten ihre Besorgnis über dessen Auswirkungen auf indigene Gebiete.

"Wir fordern alle Länder auf, den Bericht der "World Commission on Dams" (WCD, Weltkommission für Staudämme) in die Praxis umzusetzen, der Standards enthält, an denen sich die Staaten orientieren sollten", sagte der philippinischen Indigenenvertreter Victoria Tauli-Corpuz, bei der Pressekonferenz. Tauli-Corpuz wiederholte die Forderung der indigenen Völker, bereits vor der Implementierung eines Wasserkraft-Projekts, das indigene Gemeinschaften beeinträchtigen könnte, ihre Zustimmung einzuholen.

Das Staudamm-Projekt Belo Monte bewegt die Brasilianer (siehe auch: Kontroverse um Riesen-Kraftwerk). Präsident Lula will das Projekt noch vor Beendigung seiner Amtszeit Anfang nächsten Jahres auf den Weg gebracht sehen - und das lässt keine Verzögerung zu.

Mitte April ging es eine Woche lang drunter und drüber. Mehrere Gerichte befassten sich mit dem Projekt, einen Tag war es verboten, am nächsten das Verbot von einer anderen Stelle wieder aufgehoben - die Regierung und Lula scheinen am längeren Hebel zu sitzen.

Ungeachtet massiver Proteste von Umweltschützern und Ureinwohnern treibt die brasilianische Regierung den Bau eines umstrittenen Staudamms im Amazonasgebiet voran. Das von einer Tochterfirma des staatlichen Energieunternehmens Electrobras angeführte Konsortium Norte Energia gewann die Ausschreibung für den Bau des Großprojektes.

Die Regierung in der Hauptstadt Brasilia setzte sich damit über eine Anordnung des Bundesstaates Pará im Norden des Landes hinweg. Das Justizministerium des Bundesstaates hatte das Ausschreibungsverfahren gestoppt und das Projekt als "Affront gegen Umweltgesetze" bezeichnet. Die Entscheidung war Teil eines juristischen Tauziehens um das Ausschreibungsverfahren.

Die Gegner des Projekts kündigten an, ihren Protest fortzusetzen. Sie wollten rund 500 Quadratkilometer Land im Amazonas-Regenwald besetzen - eine Fläche dieser Größe wird laut Schätzungen der Umweltschutzorganisation Greenpeace durch die geplante Stauung des Xingu, eines Zuflusses des Amazonas, überflutet.

wurde um den 20. April aus Brasilien berichtet.

Wer den aktuellen Stand erfahren will, der sollte täglich die Plattform Belo-Monte-Seite besuchen.

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