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Kahlschlag in Karelien: Zerstört Ikea-Tochterfirma Urwald mit FSC-Segen?Stichwörter: Raubbau Protest Zertifizierung

Ernte im KahlschlagBisher musste man mit der Zertifizierungsorganisation FSC gelegentlich noch darüber streiten, ob der Eingriff durch die oft als 'ökologisch' bezeichnete zertifizierte Waldbewirtschaftung zur Schädigung des Ökosystems führt.

Das ist jetzt anders. Am Beispiel der Ikea-Tochterfirma Swedwood Karelia, die in Karelien auch schützenswerte sogenannte HCV-Wälder im Kahlschlagverfahren erntet, schreibt der FSC 'Tatsächlich schützt Swedwood Karelia bis zu 35 Prozent der Wälder mit hohem Erhaltungswert' - was im Umkehrschluss wohl sagen will: '65 Prozent der Wälder mit hohem Erhaltungswert werden für Ikea in dieser Konzession eingeschlagen und zerstört'. So ist das also. FSC-Zertifizierung hat mit öko nichts zu tun!

Feuchtgebiet mit BefahrspurenSwedwood Karelia hat nach Recherchen eines 'plusminus'-Fernsehteams erst Anfang Oktober ein Zertifikat für nachhaltigen Waldbau erhalten. Entweder sind die Kahlschläge in den HCV-Wäldern, die plusminus in der Sendung Anfang November dokumentiert hat, erst nach der Inspektion für die Zertifikatsvergabe entstanden oder aber der Zertifizierer hat sich nur die schönen Flächen zeigen lassen.

Von plusminus hochgeschreckt, will Ikea den Vorwürfen zusammen mit dem FSC jetzt nachgehen. Wir fragen uns, ob man künftig in alle vom FSC zertifizierten Betriebe und Wälder Fernsehteams schicken muss?

Weitere Information:

Ikea-Möbel, Holz aus Urwäldern

TV documentary exposes impacts of FSC certified clear-cuts in HCV forests

Sendung plusminus, 2.11.2011

Kommentare

# Fichtner Christina am 11.11.2011, 08:52

Es ist eine Schande das gerade eine solche Firmen die Geld schäffelt ohne Ende sich so wenige um eine nachhaltige, verantwortungsvolle und rechtschaffende Beschaffung Ihrer Rohstoffe kümmert.
Und dann einen auf Ikea-Family macht, Lug und Betrug, das einzige was ich machen kann und auch machen werde ist , nicht mehr bei IKEA einzukaufen.

# Reinhold Burchia am 11.11.2011, 09:00

Ikea in der Regel kulant und kundenfreundlich, hätte meiner Ansicht diese Vorgangsweise nicht notwendig!

# Evi Keifl am 11.11.2011, 09:56

Schade, aber da werden wir wohl ein wenig an der boykottschraube drehen müssen...

# Kristin am 11.11.2011, 11:41

Tja wenn wir als Kunde immer und immer kaufen, braucht man viel Holz :/
Würden wir weniger kaufen gäbe es das Problem wohl nicht...
Aber ist auch immer viel zu billig..wenn ich meine letzte Firma sehe..."geht mal schnell zu ikea und kauft da zwei regale,sind doch grad so günstig"

Gibt auch viele Leute die einfach nicht wissen,was hintenherum passiert...

# Kristin am 11.11.2011, 11:41

Tja wenn wir als Kunde immer und immer kaufen, braucht man viel Holz :/
Würden wir weniger kaufen gäbe es das Problem wohl nicht...
Aber ist auch immer viel zu billig..wenn ich meine letzte Firma sehe..."geht mal schnell zu ikea und kauft da zwei regale,sind doch grad so günstig"

Gibt auch viele Leute die einfach nicht wissen,was hintenherum passiert...

# Gabriele am 11.11.2011, 16:23

Ich weiß nicht, was passieren muss um uns Menschen aufzurütteln und wann wir begreifen, dass die Ressourcen begrenzt sind. Wichtig ist daoch dass wir weg kommen vom Konsum und ständig was Neues glauben brachen zu müssen.

Ikea gehört einfach auch zu den Monopolen, die Kohle schäffeln wollen und wir schmeißen es ihnen in den Rachen-vergessen dabei, dass Leben von Bäumen und Tieren drin steckt.

# Wilfried am 11.11.2011 am 11.11.2011, 17:07

Da hilft nur, nicht mehr bei Ikea zu kaufen. Kleinvieh macht auch Mist. Außerdem heißt billig kaufen auch immer, das Arbeitsleistung nicht wertgeschätzt werden kann. Wenn man sich beim Kaufen von billig Massenprodukten so schlecht fühlen würde, wie der, der es unter schlechten Bedingungen gefertigt hat, würde man es dann noch kaufen? Mal abgesehen von der Ausbeutung des Planeten und seiner Rohstoffe. Kauft weniger und dafür Bewusster und mit und für mehr Lebensfreude.

# Nurith am 13.11.2011, 09:20

Da hilft nur noch Boykott! Wer das Leben nicht achtet, kann nicht erwarten das das Leben ihn achtet!

# Martin M am 13.11.2011, 10:36

Beschähmend!!

# Usch am 13.11.2011, 15:53

Ikea ist ein Vielfraß und wir alle sind mit unserem Konsum Schuld. Palmölverbrauch für Kerzen, jetzt Waldzerstörung, und gleichzeitig Stände von Greenpeace in den Hallen, das hat Methode. Nach außen ein Deckmantel der Ökologie und der Nachhaltigkeit aber nach innen einfach nur Gewinnmaximierung. Wir können dem nur einhaltgebieten, in dem Wir dort nicht mehr kaufen und grundsätzlich unsern Konsum überdenken.

# Gerhard S. am 13.11.2011, 17:56

Ich sags mal so! Jeder Dapp der den Billigschrott bei IKEA kauft, zeigt ohne viele Worte, seinen IQ. Vor Jahren wurde schon mal über radikale Abholzungen berichtet. Aber es iss ja cool bei diesem SchwedenMonster zu kaufen. Ich finde es bedauernswert wenn man auch nur 1 cent bei diesem Verein lässt. Im allgemeinen ist es traurig wie wir Verbraucher uns täuschen lassen und die Augen verschliessen vor der Verarsche dieser Konzerne. Das fängt bei der \"Marke mit den 3 Streifen\" an und hört bei Ikea noch nicht auf. Made in China oder Made bei Ikea !!! MIT MIR NICHT

# Scharif A. P. am 15.11.2011, 02:36

Es ist schade das ausgerechnet eine Firma wie IKEA deren Gruendung eine so positive Geschichte hatte, genau jetzt das Gegenteil macht und somit alles was ihr Gruender Ingvar Kamprad der vielen ein Vorbild war zerstoert hat.Eine Schande was Kapitalismusgier alles anrichten kann.

# Claudia am 15.11.2011, 09:08

Ich war bisher immer gern bei IKEA einkaufen, nun werde ich das nicht mehr tun... Das Problem ist: Konsumenten wissen nicht um die Produktionsmethoden bei IKEA! Gut, dass es nun der großen Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Hoffentlich wurden dadurch viele IKEA-Kunden wachgerüttelt!

# Raphael am 09.12.2011, 17:52

Bin gespannt wie lange IKEAs Teflon-Strategie noch standhält.
Dieser Beitrag war eine Demaskierung von IKEAs sogenannten Werten und der IKEA Sustainability Report 2010 erscheint mir jetzt wie Verhöhnung der Natur und der Kunden. Ich finde es einfach nur widerlich wenn ein Unternehmen vorgibt ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit zu sein und dann sowas weit ab des öffentlichen Auges betreibt.
Ich will garnicht erst wissen was in Nord-China und Sibirien passiert, wo IKEAs supplier sogar ohne FSC Siegel den Wald plattmachen.
Mal sehen wie IKEA sich dieses mal die öffentliche Zuneigung wieder erkauft. Wahrscheinlich hört man pünktlich zu Weihnachten von einer großzügigen Spende an eine Wohltätigkeitsorganisation.

# Insider in Swedwood Slovakia am 18.01.2012, 17:22

Quality and working conditions for ikea is not important, important are customer's money.The other is bla bla bla.

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