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Besser ohne Wurst und Schnitzel
Fleischessen schadet dem Klima
Stichwörter: Klimaschutz Fleisch mitmachen

Ende 2006 hatte Lord Nicholas Stern seinen ersten großen Auftritt auf der Klimawandelsdiskussionsbühne. Nicht als Umweltschützer, sondern als der damalige Weltbank-Chefökonom zeigte er den politischen Führern dass klimapolitisches Nichtstun teurer kommen würde, als jetzt sofort die Maßnahmen zu ergreifen, die heutzutage allen zu teuer scheinen.

Ende Oktober machte der Weltklimaökonom nun wieder Schlagzeilen: Mit einem radikalen Vorschlag in der britischen Zeitung 'Times' bringt er Schwung in die Diskussion zum Klimawandel: Lord Nicholas Stern fordert im Interview, auf den Fleischkonsum zu verzichten. Denn Fleischessen sei für unseren Planeten ungesund: Der Wasserverbrauch ist gigantisch und die bei der Produktion entstehenden Treibhausgase schaden dem Klima enorm.

In an interview with The Times, Lord Stern of Brentford said: “Meat is a wasteful use of water and creates a lot of greenhouse gases. It puts enormous pressure on the world’s resources. A vegetarian diet is better.”

Direct emissions of methane from cows and pigs is a significant source of greenhouse gases. Methane is 23 times more powerful than carbon dioxide as a global warming gas.

Quelle: Climate chief Lord Stern: give up meat to save the planet, Times, 27.10.2009

Das alles haben andere schon lange Jahre auch behauptet, nur kam es dann meist von Umweltschützern, auf die man in solchen Dingen nicht so gerne hört. Dass nun auch ein anerkannter Ökonom diese Fakten vorbringt, wirbelt die Interessensvertretungen ganz schön durcheinander.

Lord Stern's Vergleich mit einer Erfahrung aus seiner eigenen Jugendzeit zieht die Gräben noch ein Stück tiefer:

He predicted that people’s attitudes would evolve until meat eating became unacceptable. "I think it’s important that people think about what they are doing and that includes what they are eating," he said. "I am 61 now and attitudes towards drinking and driving have changed radically since I was a student."

Viehmäster und Fleischfabriken waren nach Lord Stern's Interview verärgert, schreibt die Times am Tag nach dem Interview in Critics round on Lord Stern over vegetarian call, aber das macht die Argumente nicht unrichtiger.

Kommentare

# Julia am 11.11.2009, 12:28

Schön, dass auch mal ein Ökonom wie Nicholas Stern nicht die Wirtschaft zum obersten Gebot macht und auch keine falsche Rücksicht auf die Industrie nimmt, sondern in der Verantwortung, die er hat, aufrichtig ist!
Der Glaube daran, dass ein (langsamer) Bewusstseinswandel stattfindet, ist sicher schön, aber hoffentlich kommt dieser Wandel nicht zu spät. Viele Menschen sind immer noch nicht bereit, ihren Fleischkonsum wenigstens einzuschränken. Nicholas Sterns Beispiel zeigt aber, dass auch aus Sicht eines hochrangigen Wirtschaftsexperten der Fleischkonsum großen Schaden anrichtet. Wenn es um unser Überleben geht, muss Klima eben doch vor Wirtschaft gehen.
Was mich jetzt noch interessiert: ob Mr.Stern selbst auch Vegetarier ist...?

# ivan am 11.11.2009, 23:32

also zu behaupten stern nehme in seinen aussagen keine rücksicht auf die wirtschaft ist nicht ganz richtig.
sämtliche aussagen sterns zum thema klimawandel haben weniger das ziel klima- oder ressourcenschutz als vielmehr die langfristige erhaltung des westlichen wirtschaftsmodells.
seine sorge ist nicht das ende der welt, empathie mit betroffenen vom klimawandel oder gar gerechtigkeit, sondern nur, dass die westlichen industriestaaten ihr bisheriges leben einschränken müssen und nicht mehr die ressourcenvielfalt zur verfügung haben wie bisher...

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