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Kritik an EU-Handelsabkommen: 340 NGOs gegen Brasilien-PaktStichwörter: Brasilien Kritik EU

Die EU soll das Abkommen mit dem südamerikanischem Mercosur platzen lassen. Rund 350 Nichtregierungsorganisationen fordern die Verhandlungen einzustellen, an denen der rechtsextreme brasilianische Präsident Bolsonaro beteiligt sei.

Mehr als 340 Nichtregierungsorganisationen - unter ihnen auch Pro REGENWALD - fordern, dass die Europäische Union die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen Mercosur-Verbund einstellt. „Die Unterzeichnung eines Handelsabkommens mit der derzeitigen brasilianischen Regierung verstößt gegen alle Menschenrechts- und Umweltrichtlinien der Europäische Union“, sagt Shefali Sharma, Direktorin des deutsch-amerikanischen Institute for Agriculture and Trade Policy Europe. Die EntscheiderInnen der EU müssten sich an ihre Grundsätze halten und keine Abkommen abschließen, die das Pariser Klimaabkommen und die Menschenrechte untergraben.

VertreterInnen von EU und dem südamerikanischen Handelsverbund Mercosur verhandeln zurzeit über ein Freihandelsabkommen.

In Brasilien regiert seit Januar der rechtsextreme Präsident Jair Bolsonaro. Seitdem häufen sich Menschenrechtsverletzungen, Schwule und Lesben werden verfolgt, die Regierung toleriert bewaffnete Überfälle auf indigene Völker, die Entwaldung von Amazonasgebieten hat schlagartig zugenommen. „Die EU muss jetzt Präsident Bolsonaro unbedingt die unmissverständliche Botschaft senden, dass sie sich Verhandlungen mit Brasilien über ein Handelsabkommen verweigert, wenn es nicht zu einem Ende der Menschenrechtsverletzungen, strengen Maßnahmen zur Beendigung weiterer Entwaldung und konkreten Verpflichtungen zur Umsetzung des Pariser Abkommens kommt“, heißt es in einem Brief der NGO an die Präsidenten der EU-Institutionen.

Weiterführende Infos:

gemeinsamer Brief an EU, pdf

340+ organizations call on the EU to immediately halt trade negotiations with Brazil, IATP.org

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