Der Konflikt um den Bau des weltweit drittgrößten Wasserkraftwerks schwappt nach Europa: Häuptling Raoni vom Volk der Kayapó traf am gestrigen Donnerstag in Paris den ehemaligen französischen Präsidenten Jacques Chirac um ihn um Unterstützung im Kampf gegen das Wasserkraftwerk Belo Monte am Xingu-Fluss zu bitten.
Raoni knüpft an alte Zeiten an... weiter
11 von weltweit 70 Mangrovenarten stehen vor der Ausrottung und sind kürzlich in die Rote Liste bedrohter Arten aufgenommen worden. Besonders betroffen seien die Mangrovenwälder an den mittelamerikanischen Küsten, schreibt die Weltnaturschutzunion IUCN in der kürzlich veröffentlichten Studie The Loss of Species: Mangrove Extinction Risk and Geographic Areas of Global Concern... weiter
Während im Urlauberparadies Madeira nach der Unwetterkatastrophe vom Anfang der Woche noch immer Tote gefunden werden, kommt man zur Erkenntnis, dass das Ausmaß der Schäden zum großen Teil auf menschliche Fehler zurück geht. Schlampigkeit und Profitgier im Bausektor und die Missachtung und Zerstörung der Natur haben zur Verschärfung der Unwetterfolgen beigetragen... weiter
Brasilien will 500 Quadratkilometer Regenwald überschwemmen und mit Belo Monte am Amazonasnebenfluss Xingu das weltweit drittgrößte Wasserkraftwerk bauen. 11.000 Megawatt soll die Leistung des Kraftwerks in guten Betriebszeiten betragen, das ist soviel wie 8 Atomreaktoren vom Typ Isar 2/Ohu oder etwa 15 Kohlekraftwerke.
Gute Betriebszeiten werden rar sein, argumentieren Umweltschützer, die über die Genehmigung des Projektes entsetzt sind... weiter
Am Sonntag war Wahl in Costa Rica. Wahlen sind für die Ticos eine Mischung aus Volksfest und Leopoldstraßenparadefahren nach einem gewonnenen Fußball-Länderspiel. Die meisten Autos sind schon morgens mit den Fahnen des jeweiligen Favoriten geschmückt und wer sein Fahrzeug besonders aufmotzen will, der hat zusätzlich die Fahnen konkurrierender Parteien im Fahrtwind mitflattern... weiter
Am Dienstag hatten die EU-Agrarminister ein Stück Schicksal in ihren Händen. Sie hätten der Klima-Konferenz in Kopenhagen zuarbeiten und enorm viel für den Waldschutz machen können. Zur Diskussion gestanden waren Maßnahmen gegen den Handel mit illegalen Hölzern und Holzprodukten. Eine Reihe der zum Thema engagierten Umweltverbände hatten in einem gemeinsamen Brief, (pdf, 200 kB), im Vorfeld der EU-Sitzung der deutschen Agrarministerin Aigner nahe gelegt, ähnlich den USA ein Gesetz gegen den illegalen Holzhandel zu befürworten... weiter
Den Holzeinschlag stoppen, die Rechte über ihr Gemeindeland erhalten und eine selbstbestimmte Entwicklung ermöglichen. Diese Forderungen wollen die Penan (Ureinwohner in Sarawak, Malaysia) mit einer Straßenblockade erzwingen, die sie vor wenigen Wochen errichtet haben.
Der Vorsitzende der Penan Association in Sarawak, Ungga Paran, bekräftigte diese Forderungen am Wochenende:
“Stop logging activities in their area NCR area, recognised their Bumiputera status rights over the NCR area, giving Penan authority to decide on NCR development, respect Penan NCR rights and giving Penan Forest Reserve,” stressed Ungga Paran, who is also Long Bangan chief... weiter