Während in der Nürnberger Parkbankkrise die Diskussion darüber tobt, ob das Zertifizierungssytem FSC (Forest Stewardship Council) daran Schaden nehmen könnte, wenn man ihm bei der Beschaffung von Holz aus dem fernen Afrika keine hundertprozentige Nachweissicherheit unterstellt, kommt von der regionalen Wirtschaft ein brauchbares Argument, das ganz vernünftig klingt:
"Nutzt Holz aus der Region, dann stärkt ihr die Wirtschaft da, wo ihr lebt und dann wisst ihr zweifelsfrei und nachprüfbar unter welchen Umständen das Produkt entstanden ist!"
Das wird einem schön vermittelt in dem TV-Beitrag "Global kriselt's, regional blüht's" über die Regionalbewegung und die Möbelmacher, der am Sonntag vom ZDF ausgestrahlt wurde... weiter
Die Zeit macht Arbeit. Weil sie, um es platt zu formulieren, in einem Artikel ziemlichen Quatsch abgedruckt hat. Erfunden hat der Journalist den Quatsch natürlich nicht selbst. Er ist nur der Argumentation aus der Forstecke auf den Leim gegangen. Das Argument ist: Mit mehr Holzeinschlag im Deutschen Wald kann man einen Beitrag zum Klimaschutz leisten... weiter
Pressemitteilung, 07.10.2009
Offener Brief an Nürnberger Stadtrat:
Verwendet kein Tropenholz für Parkbänke!
In einem offenen Brief an die Mitglieder den Umweltausschuss des Nürnberger Stadtrates appelliert die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Pro REGENWALD, von einer geplanten Beschaffung von Parkbänken aus Tropenholz
Abstand zu nehmen... weiter
Mit Bruno dem 'ungezogenen' Bären, der frecherweise in ein paar alpenländische Hühnerställe eingebrochen war, wurde es uns nochmals für unsere Breiten inszeniert: für die ursprüngliche Natur, mit ihrer unbandigen Kraft und Unberechenbarkeit können wir keinen Raum lassen. Zu gefährlich ... für uns Menschen. Der Bär wurde abgeknallt.
Wilde Natur gibt es noch in exotischen Ländern, irgendwo in finsteren Wäldern und anderen abgelegenen Gebieten... weiter
In der letzten Septemberwoche erst hat die CONAIE, der Dachverband der Indigenen in Ecuador, noch für eine Kundgebung gegen ein neues Wasserrecht und den weiteren Kontrollverlust über ihre Ressourcen mobilisiert. Ein paar Tage später, am Nachmittag des 30. September, lagen einige der 500 versammelten Indianer tot auf der Straße.
Sie wurden erschossen von einer Militäreinheit, die sowohl mit Hubschraubern aus der Luft als auch mit Fahrzeugen gegen die Blockade einer Brücke über den Rio Upano vorgegangen war, wie wir mittlerweile erfahren haben... weiter
Brasilien hat viel Regenwald. Den gilt es zu erhalten. Das wenigstens würden die meisten LeserInnen so sehen.
Wenn man gegen die fortschreitende Ausdehnung der Sojafelder protestiert, dann kriegt man oft als Antwort: 'Ja was wollt ihr denn!? Wir sind doch garnicht im Regenwald tätig, also kein Problem ...'. Diese Sojafelder werden dann in dem Savannengebiet Cerrado angelegt, was ja tatsächlich kein Regenwald ist... weiter
Ureinwohner haben schlechte Karten. In den wenigsten Ländern dürfen sie - die sich als erste Bewohner der jeweiligen Territorien sehen - ihr Leben so gestalten, wie sie es ihrer Vorstellung und Tradition entsprechend gerne wollen.
Am einfachsten überleben konnten sie in abgelegenen Winkeln der Erde, die verkehrstechnisch zu erschließen, immer zu kompliziert oder unrentabel war... weiter